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Größter Holzplatz Mitteleuropas

Holzlogistik-Drehscheibe Amstetten

Als "Pufferspeicher" konzipiert und seit Juli im Testbetrieb, soll die ÖBf-Holzlogistik-Drehscheibe in Amstetten am 1. Januar den Echtbetrieb aufnehmen. Derzeit liegen auf den 10 ha eines ehemaligen Sägewerkes nach ÖBf-Angaben rund 150.000 fm.

Amstetten Holzlager © W. Simlinger für ÖBfgrößer Abgesehen von jenen bei den großen Papierindustrie-Standorten sei Amstetten damit der größte Holzumschlagplatz Mitteleuropas, erklärt Wolfgang Holzer, Leiter des Holzeinkaufs und der Logistik der Bundesforste gegenüber dem ORF. Hauptzweck des riesigen Holzlagers sei der Ausgleich zwischen Überangebot im Sommer und Bedarfsspitzen im Winter.

Eigens für dieses Projekt hat Holzsoftware-Spezialist FelixTools ein Messsystem entwickelt, bei dem die einlangenden Holzmengen berührungsfrei und eindeutig zuortenbar erhoben werden. Der gesamte Lagerprozess – von der Zufahrt über Verwiegung bis hin zur Verladung – funktioniert somit vollelektronisch. Bis zu hundert Lkw täglich können so abgefertigt werden. Zum Weitertransport zu den Holzverarbeitern dienen vor allem die seit zwei Jahren verwendeten Innofreight-GigaWood-Waggons. Sie können etwa die doppelte Holzmenge normaler Zugwaggons aufnehmen.

Erst im Sommer dieses Jahres wurde gemeinsam mit der Papierholz Austria der neue, volldigitale Lagerplatz in Amstetten in Betrieb genommen. Am 1. Januar beginne nun der eigentliche Holzumsschlag, betont Fritz Oedl, Projektverantwortlicher bei den ÖBf. So solle ein Kreislauf entstehen, bei dem kein Stamm länger als zwei Jahre im Amstettner Logistikzentrums zubringe, in dem vor allem Nadelfaserholz und Industriehackgut lagern. Bei einer längeren Lagerung könne man die Holzqualität nicht mehr garantieren, sagt Oedl.


Autor: DI Robert Spannlang
29.12.2020, 09:44 MEZ

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