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Weiterhin rege Nachfrage nach Nadelsägerundholz

Während in vielen Wirtschaftsbereichen die Konjunkturentwicklung COVID-19-bedingt rückläufig ist, zeigt die Bauwirtschaft weiterhin positive Tendenzen. Dementsprechend rege ist auch die Nachfrage nach Nadelsägerundholz und auch im Westen Österreichs zieht der Markt nun langsam nach.

Nadelrundholz © DI Andreas Fischergrößer Nach wie vor herrscht aber eine Zurückhaltung im Einschlag. Diese ist teilweise auch auf die Witterung zurückzuführen. Sowohl hohe Schneemengen als auch tiefe, nicht gefrorene Böden behindern die Holzernte. Die Standorte der Sägeindustrie sind daher meist mäßig bevorratet, weil auch der Import mengen- und preismäßig herausfordernder wurde. Bereitgestellte Mengen werden, sofern nicht auch hier witterungsbedingte Hemmnisse bestehen, rasch abtransportiert und zügig übernommen. Die Preise für Fichte sind mit Ausnahme Nieder- und Oberösterreichs abermals um rund 3 €/ fm gestiegen.

Konnte bei Kiefer bislang nur eine mengenmäßige Nachfragesteigerung beobachtet werden, haben nun auch bei dieser Baumart die Preise angezogen und liegen wieder auf dem Niveau der Vorjahre. Lärche ist bei anhaltend guten Preisen zu vermarkten, das Angebot liegt aber unter der starken Nachfrage. Am Laubsägerundholz-Markt ist die Nachfrage nach Eiche unvermindert stark. Dies konnte auch bei den Wertholzsubmissionen Ende Januar beobachtet werden. Der am höchsten bebotene Stamm war jedoch eine Schwarznuss mit 2150 €/ fm. Neben der verstärkten inländischen Nachfrage nach Esche und Ahorn belebt sich auch die Nachfrage nach Buche etwas, jedoch zu leicht reduzierten Preisen. Der Export von Esche nach Asien ist aus phytosanitären Gründen weiterhin gehemmt.

Der Markt für Nadelindustrierundholz bleibt mühsam. Nur in Kärnten und Salzburg lassen sich die gering anfallenden Mengen zügig absetzen. Sonst erfolgt die Übernahme bei ausgelasteten Lagerkapazitäten der Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie bei allen Sortimenten kontingentiert. Rotbuchenfaserholz wird zu stabilen Preisen ebenfalls kontingentiert übernommen. Am Energieholzmarkt prolongieren sich ebenfalls trotz eisiger Temperaturen zu Monatsbeginn die Absatzprobleme. Mit Ausnahme Kärntens, wo einzelne größere Werke aufnahmefähig sind, trifft weiterhin großes Angebot auf eine geringe Nachfrage, die teilweise auch in der geringeren Wärme- abnahme aus der Tourismusbranche begründet ist. Qualitätsbrennholz zeichnet sich hingegen durch eine sehr gute Nachfrage aus.


Autor: Landwirtschaftskammer
22.02.2021, 14:06 MEZ

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